Luzifer wird betrogen

Posted on 12. September 2012

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Wer fühlen will, muss hören

Nun wurden die Augen der Menschen aufgetan und sie fürchteten sich und erschraken vor Scham
„Eva, oh Eva, was tut man dir an. Was müsst ihr nun erleiden, Du und Dein Mann!
Wohl habe ich euer Schicksal gewendet, und damit für Euch Gottes Schöpfung vollendet.
Doch wann frage ich, Gott weiß es allein, wann wird euch gestattet wieder glücklich zu sein?“

Und schon hörte man eine Stimme rufen. Gott war gekommen seine Menschen zu suchen
Er fand sie nicht gleich, denn sie blieben versteckt, doch dann hat er Adam, den Feigling, entdeckt
„Hast du vom Baume gegessen, den ich dir verbot? Ab jetzt wirst du wandeln inmitten von Tot!“
Adam gepeinigt von Angst und von Scham, weiß es nicht besser und klagt Eva an

Gott spricht zu Eva: „Was hast du getan! Du bist noch viel schlimmer als dein törichter Mann.
Wirst du einst schwanger, lass ich es dich spüren, dass eigene Wege in die Irre führen!
Und wieder greife ich in deinen Willen ein: Nach deinem Mann soll dein Verlangen sein.
Nun aber soll er über dich herrschen! Dir Kinder zeugen, die Du gebärst unter Schmerzen!“

Dann sprach Er zur Schlange: „Auch du bist verflucht, denn du hast mein Paradies heimgesucht
Niemals sollst du deinen Frevel vergessen. Auf dem Bauch musst du kriechen und Staub sollst du fressen
Zwischen dir und dem Weib will ich Feindschaft setzen. Und jeder der lebt, soll zu tode dich hetzen!“
Eva versteht, welches Unrecht Gott Luzifer tut. Deshalb verstehen die beiden bis heute sich gut

Gott verfällt in sinnlose Wut. Er kriegt nicht genug und vermehrt so das Böse mit jedem weiteren Fluch
Der Erdboden soll wegen Adams Versagen, außer Kräutern zum essen, Dornen und Disteln tragen
Nur im Schweiße von seinem Angesicht, soll Adam sein Brot essen dürfen, sonst nicht
So lange er lebt, wird ihm alles erschwert. Bis er tot und als Staub wieder in die Erde zurückkehrt

So wurden die Menschen aus Eden verbannt, den Boden zu bebauen, in dem frisch verfluchten Land
Und Cherubim mit flammenden Schwertern als Waffen, sollen den Weg zum Baum des Lebens bewachen
Es gibt kein zurück mehr oder richtige Ziele. Nur Missverständnisse, Einsamkeit und Schuldgefühle
Geblieben sind ihnen nur Gottes Intriegen und Reste von seinem Größenwahn: Macht euch die Erde untertan!

Geschmäht und geschändet, vom Schöpfer verraten, verläßt Luzifer kriechend den heiligen Garten
Er hatte getan, was getan werden musste. Er hat es getan, weil er es besser nicht wusste
Auch er konnte sich nur aus der Knechtschaft befreien, indem er es wagte sich mit Gott zu entzweien
Er hatte sich gegen den Höchsten gewandt, gegen scheinheilige Sicherheit und zensierten Verstand

© & ℗ Frank Barneföhr · Alle Rechte vorbehalten · Keine unerlaubte Kopie, auch nicht auszugsweise, ohne schriftliche Genehmigung des Verfassers.

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