Wer fühlen will, muss hören:


Hoffnungslügen schmerzen mich
Schlimmer noch als Liebeskummer
Lohnt sich Hoffnung für mich nicht?
Bin ich ohne Dich nicht ich?
… Ich weiß es nicht!

Mich lähmen alle diese Fragen
Der Wunsch erscheint mir lächerlich
Wie lang würd‘ ich Dich ertragen?
Bevor ich weiß, ich brauch‘ Dich nicht?
… Ich weiß es nicht!

Ich hab‘ zu oft dem Glück vertraut
Doch nun ist alle Kraft verflogen
Bleibt dann überhaupt ein ich?
Bin ich ohne Dich nicht ich?
… Ich weiß es nicht!

Wenn wir uns niemals begegnen
Sterben werd‘ ich daran nicht
Will ich ich sein? Brauch ich Dich?
Bin ich ohne Dich nicht ich?
… Ich weiß es nicht!

Wären wir nie wir geworden?
War es zu groß, zu klein, mein ich?
Ich warte immer noch auf Dich
Sicher ist: Dich gibt’s gar nicht!
…Ich weiß es nicht!

Geschrieben von · Der Silbenschmied

Ich spreche mit Tieren, tanze beim Kochen und singe beim Autofahren. Ich lache gerne. Über mich, das Leben und den ganzen Rest. Und manchmal auch einfach nur so.

3 Kommentare

  1. Ich bin wirklich froh, dass du es doch getan hast. Diese sog. ‚Schwäche‘ ist relativ und so gesehen ist jeder Mensch schwach. Wir versuchen uns zu definieren und Attribute zu eigen machen, welche wir dann nach außen als unsere Stärken stellen.
    Dieses tolle Werk zeigt den fließenden Gedankengang über die Frage nach der eigenen Selbstdefinition und dem eigenen Wert, ob nun gemessen am Gegenüber oder nicht bleibt offen.
    So lass dir gesagt sein, wie allzu gut ich deine Worte nachempfinden kann aus eigener Erfahrung. Und letztlich hoffen wir doch, dass sich etwas ändert. Wissentlich, dass wir eigentlich nicht hoffen wollen, wurden wir schon so oft von falschen Hoffnungen betrogen. Doch heimlich tun wir es doch und eines Tages….

  2. Schön, dass Dir dieses Gedicht gefällt. Ich habe etwas gezögert es zu veröffentlichen, weil es doch wirklich sehr tief aus meinem Innersten kam und es irgendwie nach „Schwäche“ klang. Wäre es einer Person gewidmet gewesen, für die ich so empfunden hätte, könnte es sicher das Aus bedeutet haben.
    Ich habe es eigentlich noch nie erlebt, dass ich so sehr vermisst worden wäre, wie ich jemanden vermisst habe, dass ich so sehr geliebt worden wäre, wie ich jemanden geliebt habe, dass jemand sich mich so sehr gewünscht hätte, wie ich mir jemanden gewünscht hätte.
    Es ist und bleibt ein alberner Traum.

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