Selbstmordanschläger

Wer fühlen will, muss hören:

 

 

1. Flieht Auserwählte, flieht
Bevor der liebe Gott euch sieht
Er schlägt den Kopf ab und die Arme
Schlägt von der Wiege bis zur Bahre
Und gäb’s ’ne Mutter, die würd‘ weinen
Hat sie doch nur den Mann, den einen
Drum flieht Auserwählte, flieht
Bevor der liebe Gott euch sieht

2. Lauft Jünger, Jünger lauft
Bevor ihr euer Herz verkauft
Dann müsst ihr hetzen, jagen, geifern
Über alles sich ereifern
Und nur im Kampf um’s heilig sein
Soll euer Selbstmord sinnvoll sein
Drum lauft Jünger, Jünger lauft
Bevor ihr euer Herz verkauft

3. Schweigt Weiber, Weiber schweigt
Weil man euch sonst vom Kopf befreit
Ihr seid Schuld am Leid der Welt
Glaubt einfach, was man euch erzählt
Die Einfältigen soll‘n glücklich sterben
Ohne je beerbt zu werden
Drum schweigt Weiber, Weiber schweigt
Weil man euch sonst vom Kopf befreit

4. Bombenleger hol tief Luft
Denn dich holt der Tod, der Schuft
Macht dir kaputt was du begonnen
Schon ist deine Zeit gekommen
Du wirst nie Gast in seinem Tempel
Er wirft dich zu dem and‘ren Krempel
Drum atme Bomber, hol tief Luft
Denn dich holt der Tod, der Schuft

© & ℗ Frank Barneföhr · Alle Rechte vorbehalten · Keine unerlaubte Kopie, auch nicht auszugsweise, ohne schriftliche Genehmigung des Verfassers.

Geschrieben von · Der Silbenschmied

Ich spreche mit Tieren, tanze beim Kochen und singe beim Autofahren. Ich lache gerne. Über mich, das Leben und den ganzen Rest. Und manchmal auch einfach nur so.

2 Kommentare

  1. Ich habe dieses Lied/Text zum erstem Mal 2012 veröffentlicht. Eigentlich war es als Antireligionslied gedacht, um den geistlichen Mißbrauch in z.B. Freien Christengemeinden, Zeugen Nasowas, etc. anzuprangern. Gott ist hier als Vater dargestellt.
    Irgendwie ist es nie richtig in Gang gekommen. Zum einen, weil sich nur wenige mit dem Dillemma dieser „echten“ Gläubigen beschäftigen (wollen) und zum anderen weil es kein für die Allgemeinheit wichtiges Thema ist.
    Nicht annähernd so wichtig wie „Schubidubiduah … Du bist so wunderbar … Dein Haar … bla, bla, bla …”
    Wie dem auch sei. Es ist immer noch im Werden. Aber als ich vor ein paar Tagen wieder einmal angefangen habe dieses Lied neu aufzunehmen, fiel mir eine Parallele zu mißbrauchten Jüngern aus anderen extremen Glaubensrichtungen auf.
    Auch sie werden von ihren Peinigern und Verarschern „Kinder“ gennant, bis sie sich endlich in die Luft sprengen dürfen.
    Eines Tages habe ich soviel Geist und Muse den Text so zu verändern, dass er sich beim Zuhören erschließt. Oder ich werde ihn einfach verbrennen.

  2. Diesen Text habe ich – und man kann es gar nicht glauben, aber es ist wahr – in einem Stück, während ich Mittagessen für meine Kinder gekocht habe, geschrieben. Ich hatte meine Kladde auf dem Küchentisch liegen und es folgte eine Zeile nach der anderen.
    Der Text handelt davon wie schrecklich Gott der Vater seine Kinder behandelt und zu was wir durch seine Bosheit und Flüche nach Eden geworden sind…vorausgesetzt man kann der Schöpfungsgeschichte etwas abgewinnen. Schlecht ist sie nicht.

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