Am Brunnen vor dem Tore

Posted on 2. August 2012

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Wer fühlen will, muss hören

Am Brunnen vor dem Tore,
Da steht ein Lindenbaum
Ich hat’ in seinem Schatten
So manchen bösen Traum

Er schnitt in meine Seele
so manches schlimme Wort;
Und zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort

Ich mußt’ auch heute wandern
Voll Angst in tiefer Nacht,
Und hab vor lauter Schrecken
Kein Auge zugemacht

Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Sonst geb ich keine Ruh!

Die kalten Winde bliesen
Mir grad in’s Angesicht;
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht

Nun bin ich alle Tage
Verbunden diesem Ort,
Ich hing mich auf am Baume
Zu finden Ruhe dort

Jetzt kann ich endlos wandern
Und gehe um und um
Und seh‘ ich gute Träume
Dann bringe ich sie um

Was mir ward nicht vergönnet
steht auch keinem and‘ren zu
So will ich ewig leben
Ohne Rast und Ruh‘

Urspr. Volkslied; Variation und Interpretation © & ℗ Frank Barneföhr · Alle Rechte vorbehalten · Musik M.K.S. „Epic” · Keine unerlaubte Kopie, auch nicht auszugsweise, ohne schriftliche Genehmigung des Verfassers.

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Posted in: eigene Lieder, oPhone